Berufs-Hacker deckt Sicherheitsmängel in E-Health-Anwendungen auf

Auf dem Chaos-Computer-Club-Kongress 2018 erläutert ein IT-Sicherheitsexperte alte und neue Sicherheitslücken der Gesundheitsapp Vivy. Dann lieber zur Konkurrenz? Teleclinic, CGM life, meinarztdirekt – keine der getesteten Anwendungen ist frei von Mängeln. Unzureichender Datenschutz kocht also auch bei E-Health-Anwendungen bedrohlich hoch.

Martin Tschirsich ist ein Hacker. Aber einer von den Guten: ein Pentester. Sein Job ist es, Schwachstellen und Datenschutzlücken in Programmen zu finden. Oft macht er das im Auftrag eines Unternehmens, manchmal um die Welt der Daten ein bisschen sicherer zu machen. Als im September des letzten Jahres 13 Krankenkassen die Gesundheitsapp Vivy auf den Markt brachten und nur einen Tag später ein IT-Sicherheitsexperte schon vermeldete, dass Vivy das Benutzerverhalten auswertet und in die USA und nach Singapur weiterleitet, hat sich Tschirsich die App, die nicht nur an Impftermine erinnert, sondern auch Befunde verschickt, heruntergeladen und genauer angeschaut.

>> Den ganzen Beitrag auf medical-tribune.de lesen

>> Der Vortrag von Martin Tschirsich auf dem 35C3

Flüchtlinge im Handwerk integrieren und beschäftigen

Ende 2016, kurz nach Inkrafttreten des Integrationsgesetzes und seinen umfassenden neuen Regelungen, habe ich für den Verlag Holzmann Medien einen Ratgeber für Handwerksbetriebe zum Thema Geflüchtete in Handwerksbetrieben schreiben dürfen. Zwar ist das Buch heute, was Asyl- und Verwaltungsrecht, betrifft nicht mehr topaktuell, doch viele der Ratschläge zu den typischen Herausforderungen im Arbeitsalltag können immer noch eine gute Hilfe sein. Im Handwerk Magazin wird das Buch beschrieben:

Unter dem Motto „Potenziale erkennen – Chancen nutzen – Perspektiven schaffen“ hat Autorin Anouschka Wasner einen 140-seitigen Ratgeber erstellt, der aufzeigt, wie Sie einen Geflüchteten in Ihrem Betrieb beschäftigen können, welche Chancen in einem solchen Projekt stecken und was Sie dabei beachten sollten.

  • Mit zahlreichen Checklisten, aktuellen Förderprogrammen sowie Anlauf- und Kontaktstellen.
  • Mit wichtigen Informationen und Anregungen zur Gestaltung möglicher Beschäftigungsverhältnisse.
  • Mit wertvollen Tipps und Hilfen  für die Wahl der geeigneten Bewerber.

Wer Menschen, die als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen sind, in seinem Betrieb beschäftigen möchte (oder es bereits tut), kann sich der Idee aus verschiedenen Gründen genähert haben. Konkret stehen Sie möglicherweise gerade vor einer dieser Überlegungen:

  • Ich kenne jemanden, den ich beschäftigen möchte, und möchte in Erfahrung bringen, ob und wie ich das Beschäftigungsverhältnis gestalten kann.
  • Ich überlege, welche Möglichkeiten mein Betrieb bietet, und möchte dann eine geeignete Person aus dem Kreis der Geflüchteten finden.
  • Ich habe bereits eine Idee, wie das Beschäftigungsverhältnis gestaltet werden kann, möchte aber Tipps und Erfahrungswerte sammeln, wie man möglichen Schwierigkeiten begegnen kann.

Für jeden dieser Ausgangspunkte finden Sie in dem Ratgeber wichtige Informationen, Hilfen, Tipps und Anregungen.

Was möchte der Ratgeber erreichen?

In erster Linie soll der Ratgeber Sie als Handwerksunternehmer ermutigen. Der Guide zeigt, dass es unter verschiedenen Aspekten herausfordernd sein kann, Geflüchtete zu beschäftigen. Der Ratgeber soll helfen, eventuelle Schwierigkeiten realistisch einzuschätzen, aber gleichzeitig und vor allem eine Aufforderung sein, die großen Chancen und Potenziale zu nutzen, die in der Beschäftigung von Geflüchteten im Handwerk liegen − für die Geflüchteten, für die Betriebe und für die Gesellschaft.

Erschienen ist der Praxisratgeber im Holzmann Medienshop. Sie können ihn direkt bestellen: https://www.holzmann-medienshop.de/themen/integration/fluechtlinge-im-handwerk-integrieren-und-beschaeftigen

ISBN: 978-3-7783-1168-4

Warum der Praktische Arzt nicht immer auch Facharzt für Allgemeinmedizin sein darf

Die Anfrage eines Arztes an Medical Tribune hatte eine Recherche bei der Ärztekammer zum Thema „Weiterbildungsbefugnis für den Praktischen Arzt“ ausgelöst. Heraus kam: Den Titel Facharzt für Allgemeinmedizin darf er haben, der Praktische Arzt. Aber nicht alle Befugnisse.

Warum der Praktische Arzt nicht immer auch Facharzt für Allgemeinmedizin sein darf

> Direkt den ganzen Beitrag lesen …

Seit einigen Jahren schon dürfen Praktische Ärzte gemäß EU-Richtlinie den Titel Facharzt für Allgemeinmedizin tragen. Aber wenn es um eine Weiterbildungsbefugnis geht, werden sie auf einmal wieder zum Praktischen Arzt. Warum ist das so? Und wie kann der Arzt trotzdem eine Befugnis erhalten?

Eine Weiterbildungsbefugnis kann für Hausärzte viel wert sein. Etwa wenn Unterstützung benötigt wird oder die Praxis einen Nachfolger ins Boot holen möchte. Oder wenn man seine Begeisterung für die hausärztliche Arbeit an die Nachkommenden weitergeben will.

Er sei jetzt schon seit über 30 Jahren niedergelassen, wandte sich ein Praktischer Arzt an uns. Jetzt habe er bei der Ärztekammer Westfalen-Lippe einen Antrag auf Befugnis zur Weiterbildung im Fach Allgemeinmedizin gestellt. Er habe auch schon eine Kollegin, die infrage käme. Die räumlichen Voraussetzungen sowie die Zusammensetzung der Patienten seien gegeben und nach so langer Berufserfahrung sei er selbstverständlich davon ausgegangen, über die notwendige Kompetenz zur Weiterbildung zu verfügen. All dessen ungeachtet habe die Ärztekammer Westfalen-Lippe jedoch seinen Antrag abgelehnt.

Der Niedergelassene ist enttäuscht: „Meine Motivation ist, junge Kolleginnen und Kollegen für unser Fachgebiet zu begeistern.“ Trotz Hausärztemangel habe er jetzt der Kollegin absagen müssen. Aber er frage sich weiterhin, ob die Ablehnung aus diesem formalen Grund zwingend erforderlich ist.

Ist die Ablehnung des Arztes gerechtfertigt? Auf Nachfrage teilte uns die Kammer in Münster mit, es sei richtig, dass der Hausarzt gemäß EU-Richtlinie 86/457/EWG den Titel „Facharzt für Allgemeinmedizin“ führen dürfe. Das berechtige ihn über das Führen hinaus aber zu nichts Weiterem – formal habe er die Weiterbildung nicht durchlaufen.

In § 5 der Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Westfalen-Lippe heißt es dazu: „Die Befugnis zur Weiterbildung kann nur erteilt werden, wenn der Arzt die Bezeichnung führt, fachlich und persönlich geeignet ist und eine mehrjährige Tätigkeit nach Abschluss der entsprechenden Weiterbildung nachweisen kann.“ Für eine Weiterbildungsbefugnis werden also nicht nur Eignung und Titel vorausgesetzt, sondern auch die Tätigkeit „nach Abschluss der entsprechenden Weiterbildung“. Die kann unser Praktischer Arzt aber leider nicht nachweisen.

Für die Entschlossenen gibt es aber trotzdem einen Weg zur Weiterbildungsbefugnis, so die Kammer.

> Den ganzen Beitrag auf medical-tribune.de lesen